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Wehrkirche Nürnberg-Katzwang

„Unserer lieben Frauen“ | evangelisch-lutherisch | meine Heimat-Gemeinde

Eine Entdeckungsreise besonderer Art ist der Besuch in einer der ältesten und schönsten fränkischen Dorfkirchen mit dem Namen „Unserer lieben Frauen“. Von Anfang (1287) an als Wehrkirche gedacht, bewachte sie den Rednitzübergang zwischen Schwabach und Nürnberg. Ihre wehrhaften Mauern halten heute den Verkehrslärm vom Raum der Stille in ihrem Inneren fern.

Dort befindet sich der besondere Schatz dieser Kirche: Der Marienaltar. Seit 500 Jahren steht er bereits an dieser Stelle. Sein Schöpfer ist der in Nürnberg eingebürgerte Hans Traut von Speyer. Um die etwa 60 Jahre ältere Marienfigur herum hat er das Leben der Maria, der Mutter Jesu, gestaltet. Wie der Altar sind auch die weiteren Bildwerke in den Jahren um 1500 geschaffen worden. Die Wandfresken, der Leonhardsaltar, die Auferstehungstafeln, das Sakramentshaus und das wohl wertvollste Kunstwerk, der lebensgroße Kruzifixus von Veit Wirsberger.

Bis 1803 gehörte Katzwang als Klostergut zum Zisterzienserkloster Ebrach im Steigerwald. Obwohl Katzwang 1528 evangelisch wurde, blieb es in der Obhut des Klosters. Davon zeugen die Erweiterung der Kirche nach Norden, der Einbau der Empore, die Tonnendecke und der Orgelprospekt. Ein Fensterbild zeigt das Wappen des Abtes Scherenberger von Brückenau.

Über den Wechsel der Zeiten, auch in Kriegen und Seuchen, blieb die Kirche mit ihrer Ausstattung der Gemeinde erhalten. Die letzte Bedrohung durch den Bruch des Kanals oberhalb des Ortes im Jahre 1979 überstand sie nun neu renoviert.

Für jeden andächtigen Besucher ist sie tagsüber von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Nach Anmeldung im Pfarramt werden auch gerne Führungen angeboten. Text von der Homepage der Gemeinde.