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Kirchspiel Büßleben-Windischholzhausen

mit Urbich und Niedernissa | evangelisch

Die Gemeinden Büßleben, Windischholzhausen, Urbich und Niedernissa im Südosten Erfurts ergeben ein gemeinsames Kirchspiel. So wie die Büßlebener „Orgel vom alten Stertzing“ werden die Kirchen, Altäre und Orgeln der vier Dörfer seit Jahren Stück für Stück wiederaufgebaut und restauriert.


Alle aktuellen Veranstaltungen und Informationen aus der Gemeinde finden Sie auf der neuen Homepage www.kiwibue.de.

Die Stertzingorgel in Büßleben hat eine eigene Homepage mit Konzertkalender auf www.stertzingorgel.de.


Von 2008 bis 2011 war ich für die Kirchenmusik in der Gemeinde als Chorleiter und Organist tätig:

Kirchenmusik im Kirchspiel Windischholzhausen/Büßleben 2008 bis 2011

"Den 7. Juli 1769, also Freitags nach dem 6. Sonntage nach Trinitatis wurde auf dem Platze, auf weichem die alte noch aus dem Papsttum herrührende St. Petrikirche gestanden, unter vielen Feierlichkeiten und im Beisein einer Magistrats- und Ministerial-Kommission und vieler anderer vornehmer fremder Personen, der Grundstein zur gegenwärtigen St. Petrikirche gelegt. Der ganze Bau dieser Kirche ward im Jahre 1774 beendigt.“ (aus der Kirchenchronik von Büßleben)


Die Stertzingorgel in Büßleben b. Erfurt ist überregional bekannt und eines der bedeutensten historischen Instrumente Thüringens. Ein ganzer Verein kümmert sich um ihr Wohlergehen und hat dafür gesorgt, dass die frühbarocke Orgel Ende der 1990er Jahre bis 2002 komplett restauriert und rekonstruiert wurde. Die Firma Schuke/Potsdam führte die Arbeiten aus und belebte eine Orgel wieder, die in Thüringen einmalig ist.


Erbaut wurde die Orgel 1702 von Georg Christoph Stertzing (1659-1717) für das Benedektinerkloster St. Petri auf dem Erfurter Petersberg. Erst 1811 gelangte sie nach Büßleben. Die Gemeinde hatte sie für 900 Taler als eines vieler Inventarstücke ersteigert, die während der Säkularisierung in der Napoleon-Ära verkauft wurden. Somit entging sie sowohl dem preußischen Beschuss und folgenden Brand der Peterskirche, als auch, fernab der großen Musikzentren und unmodern geworden, den vielen Orgelumbauten, denen viele andere historische Instrumente weichen mussten. Somit blieb uns diese Orgel erhalten und konnte rekonstruiert und restauriert 2002 wiedereingeweiht werden.


Die Orgelverein Büßleben hat eine informative Webseite über die Stertzingorgel geschaffen, auf der Sie alles über die bewegte Geschichte dieses Instrumentes erfahren können. www.stertzingorgel.de

St. Petrikirche Büßleben

Kirchspiel Büßleben-Windischholzhausen mit Urbich und Niedernissa, Erfurt

evangelisch

Der Kirchenturm stammt wahrscheinlich bereits aus dem 12. Jahrhundert. Das heutige Kirchenschiff wurde 1710 im Stile dörflichen Barocks an den alten Turm angefügt. Die Orgel war in den letzten beiden Jahrhunderten mehrfach unspielbar geworden und zuletzt 1994/95 von der Orgelbaufirma Schönefeld aus Stadtilm umfangreich renoviert. Seither erklingen wieder 1073 Pfeifen in 18 Registern, gespielt auf zwei Manualen und dem Pedal. Der gotische Flügelaltar ist in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden. Er gehört in die Reihe des Reinstädter Altars, der Schöpfer des Werkes ist jedoch nicht bekannt.

www.windischholzhausen.de


1989 wurde der Kirchenchor des Kirchspiels Windischholzhausen/Büßleben zunächst als Frauenchor gegründet. Zum Ostergottesdienst 1989 hatte er seinen ersten Auftritt unter der Leitung von Sabine Dill. 1991/92 übernahm Matthias Dill die Leitung des Chores, welcher sich nun zu einem gemischten Chor entwickelte. 1999 konnte das 10-jährige Bestehen mit Konzerten in Büßleben und in der Partnergemeinde Usingen gefeiert werden. Im Jahr darauf verbrachte der Chor seine erste Rüstzeit (ab 2003 jährlich in Ernstthal) und baute eine Beziehung zur Singakademie Erfurt auf. Durch diese Zusammenarbeit konnten auch größere Projekte, wie z.B. die Markuspassion von Marcus Giuseppe Peranda, in Angriff genommen werden. Ein weiterer Höhepunkt war der Festgottesdienst „300 Jahre Stertzingorgel“ zur Wiedereinweihung der Orgel mit der Aufführung Bach‘s Kantate 194 „Höchsterwünschtes Freudenfest“ am 20.10.2002. Im Jahr 2003 wurde die Singakademie Erfurt aufgelöst und einige Sänger schlossen sich dem hiesigen Chor an. 2004 wurde Herr Matthias Dill an Silvester verabschiedet und somit begann die Zeit der Weimarer Kirchenmusikstudenten in der Gemeinde.


Im Jahr 2009 feierte der Chor sein 20-jähriges Bestehen. Der Chor gestaltet regelmäßig zu den kirchlichen Festen den Gottesdienst musikalisch aus, er singt zum Gottesdienst im Grünen, zur Konfirmation, gibt Konzerte in den vier Kirchen der Gemeinde und verreist jährlich in eine Chorfreizeit.


Im Juli 2010 fand erstmals ein offenes Singwochenende in Windischholzhausen statt. Außer dem Kirchenchor fanden sich nach einem Aufruf im Gemeindeboten auch einige weitere SängerInnen in Windischholzhausen ein. Neben Chorproben von Freitag bis Sonntag feierte der Chor ein kleines Grillfest am Freitag und genoß am Samstag Nachmittag gemeinsam frischen Kaffee und hausgemachten Kuchen. Zum Abschluss des Wochenendes veranstalteten alle Musiker ein Konzert in der St. Michaeliskirche. Neue SängerInnen sind immer herzlich willkommen! Derzeit finden die wöchentlichen Proben Donnerstags von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im Pfarrhaus Windischholzhausen - Haarbergstraße 118 statt. Aktuelle Zeiten und Informationen finden Interessenten stets im Gemeindeboten.

St. Michaeliskirche Windischholzhausen

Kirchspiel Büßleben-Windischholzhausen mit Urbich und Niedernissa, Erfurt

evangelisch

Die in Urbich stehende St-Ulrici-Kirche, deren Patronat in früherer Zeit dem Kloster zu Berka an der Ilm zustand, ist eine Gründung aus romanischer Zeit. Leider gibt es aus den Anfängen der Kirche keine Nachrichten. In den folgenden Jahrhunderten hat sie immer wieder Veränderungen und starke Umbauten erfahren. So finden sich Reste einer gotischen Farbfassung im ganzen Kirchenraum.


Auf dem Tabernakel können wir die Jahreszahl 1444 lesen. Im Angermuseum befindet sich als Dauerleihgabe ein kleiner gotischer Flügelaltar, der am Ende des 15. Jahrhunderts für die Urbicher Kirche gefertigt wurde.

Bei der Öffnung des Turmknopfes 1925, fand sich ein Dokument, aus dem hervorgeht, dass mit dem Jahre 1783 umfangreiche Umbauarbeiten abgeschlossen werden konnten. So sind die beiden Emporen errichtet worden und auf der Südseite des Turmes (in dem die Gemeinde zum Gottesdienst sitzt) wurden die großen Fenster eingebaut. Im Altarraum ist ein barocker Kanzelaltar errichtet worden, an dem bei Untersuchungen im Jahre 2001 am Kanzelkorb mehrere Tafelbilder freigelegt werden konnten. Die vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammende Raumfassung wurde in den letzten Jahren restauriert, so dass die Kirche dank des großen Engagements der Einwohner von Urbich wieder einen festlichen Raumeindruck bietet.


Von den einstmals zwei Glocken ist nur noch die ältere und größere vorhanden. Sie ist 1757 von N. J. Sortier in Erfurt mit dem Material ihrer Vorgängerglocke gegossen worden. Sie hat eine Weite von 0,96 m und wiegt 1149 Pfund. Die kleinere Glocke mit einer Weite von 0,76 m, die 1863 von der Firma Ulrich in Apolda gegossen wurde, mußte bereits im Ersten Weltkrieg, im Sommer 1917, nebst einiger Orgelpfeifen wieder abgeliefert werden. 1929 wurde es durch eine Spende möglich, diese Glocke zu ersetzen. Leider ereilte sie das gleiche Schicksal. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederum für Kriegszwecke eingeschmolzen und konnte bis heute nicht ersetzt werden. (Aus der Urbicher Chronik von Herrn Dr. Schreiber; mit freundlicher Genehmigung von: www.urbich-online.com)

St. Ulricikirche Urbich

Kirchspiel Büßleben-Windischholzhausen mit Urbich und Niedernissa, Erfurt

evangelisch

Das genaue Baujahr der frühromanischen Kirche „Zur Himmelspforte“ ist nicht bekannt, 1729 wurde das Kirchenschiff erneuert. Bereits im Jahr 1633 wurden die drei Glocken gegossen. Seit vielen Jahren werden große Teile der Kirche restauriert und instand gesetzt. 1994 wurde das Dach des romanischen Kirchturms erneuert und mit einem vergoldeten Turmknopf versehen. In den letzten Jahren wurde der Altar restauriert.


Die unspielbare Orgel schlummert seit vielen Jahren dagegen noch in einem Tiefschlaf. Sie stammt vom Erfurter Orgelbauer Johann Georg Schröter (1683-1747) und wurde 1731 erbaut. Die Spielanlage der Orgel ist die einzige vollständig Erhaltene einer Schröter-Orgel und daher umso erhaltenswerter. Der große zugemauerte Bogen des Turmes wird als Zugang zu einer abgebrochenen Apsis gedeutet. Niedernissa auf erfurt.de

Kirche „Porta Coeli“ Niedernissa

Kirchspiel Büßleben-Windischholzhausen mit Urbich und Niedernissa, Erfurt

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